Guten Tag,

am Mittwoch, 03. Januar 2018 ging es mit der U-Bahn auf nach Australien. Die erste Station war Peking. Einige Bilder aus der Stadt gibt es hier zu sehen.

Es war schön kalt, wogegen sich Zweiradfahrer mit so etwas wie einem umgebauten Schlafsack vor dem Unterkörper und über den Händen schützten.

Es gibt ausgesprochen viele Leihräder, die bei der Kälte aber kaum genutzt wurden, sowie zwei- und dreirädrige Gefährte und sehr kleine Autos mit Elektromotor.

Nach zwei insgesamt über 20-stündigen Flugreisen Ankunft in Melbourne. Temperatur am Samstag, 06. Januar 2018: 40 Grad Celsius. Aber das Wetter ist in Melbourne sehr wechselhaft. Am Tag darauf waren es lediglich 22 Grad Celsius.

Weitere Fotos von Peking, insbesondere von der Chinesischen Mauer, folgen nach der Rückkehr nach Dortmund.

Von den 22 Millionen Australier(inne)n leben 5 Millionen in Melbourne. Diese Stadt ist nicht nur sehr groß, sondern auch ausgesprochen grün. Es gibt viele Parks und Grünflächen und jede Straße ist quasi eine Allee, fehlende Bäume sind eine Seltenheit. Im Melbourne City Centre ist die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln kostenlos. Australiens Dampflokomotivenfavorit heißt Puffing Billy und fährt eine Strecke von 25 km in zwei Stunden. Ein paar Fotos von den ersten Tagen in Melbourne gibt es hier zu sehen.

Da immer wieder danach gefragt wird: Die Temperaturen waren bisher insgesamt, bis auf einen Tag, erträglich. Aber 35 Grad Celsius und mehr sind angekündigt.

Melbourne ist dem Vernehmen nach die Stadt mit den zweitmeisten griechischen Einwohner(inne)n. Wer früher Gold gefunden hat, soll „eureka“ gerufen haben, nach „heureka“ (griechisch, „ich habe gefunden“). Daran soll wohl der Eureka Tower erinnern, das höchste Gebäude in Melbourne (knapp 300 Meter hoch).

Auf diesen Bildern sind weitere Eindrücke von Melbourne zu sehen, Gebäude, Meer mit fliegenden Menschen, kleine Pinguine, die Skyline von unten und oben und selbstverständlich ein bisschen Tennis.

Apropos Tennis: Margaret Court hat bisher in Australien hohes Ansehen genossen. Aber seit sie gegen die Ehe für alle nicht nur heftige, sondern „homophobe Verbalattacken“ geritten hat, wie zu lesen war, wird ernsthaft diskutiert, der nach ihr benannten Tennis-Arena einen anderen Namen zu geben.

Die australische Tierwelt ist vielfältig. Sie ist selbstverständlich in freier Wildbahn zu sehen. Aber dazu bedarf es einerseits in der Regel längerer Anfahrt und andererseits glücklicher Fügung. Denn die Tiere kommen nicht gerade dann aus der Deckung, wenn Menschen sie sehen wollen. Darum haben wir uns mit einem Besuch im Zoo begnügt, aus dem hier einige Fotos zu betrachten sind. Der Ameisenigel und das Schnabeltier sind die einzigen Säuretiere, die Eier legen.

Viele Tiere, vor allem kleine, halten für ein Foto nicht lange genug still, so auch das Schnabeltier (Platypus). Wer kleine Filmchen mit diesem Tier sehen möchte, klicke bitte hier und hier. Hin und wieder habe ich einen Tiernamen nicht notiert und konnte ihn leider nachträglich nicht in Erfahrung bringen. Aber nett anzusehen sind auch die Tiere ohne Namensnennung. So ganz am Rande sei angemerkt, dass es über 50 Känguru- und über 5000 Ameisenarten gibt.

Wer sich eine andere Zusammenstellung von Australienbildern ansehen möchte, kann das im facebook-account von Robert Flach, meinem Sohn, wir sind zusammen unterwegs, hier tun.

Cairns – auf Australisch „Kähns“ – liegt gut 2.300 km nördlich von Melbourne. In Queensland gibt es keine Sommerzeit, so dass wir hinter den Australian Open eine Stunde zurück sind. Die Stadt hat ihre Bedeutung vor allem darin, dass sie der Zugang zu den gefährdeten Great Barrier Reefs ist. Der Tourismus blüht und gedeiht, vor allem aus asiatischen Ländern. Ansonsten hat die Stadt kaum etwas zu bieten – außer einem Casino. Deshalb gab es hier zunächst nur ein paar Fotos aus der Stadt zu sehen. Das Vor-Urteil, das durch die Touristeninformation in unserem Hotel genährt wurde, durfte ich revidieren, weshalb es ein paar nette Fotos mehr zu sehen gibt, aber weiter unten. Fliegende Tiere, die dort auf Fotos zu sehen sind, können hier in einem Filmchen betrachtet werden.

Unser erster Ausflug ging nach Kuranda, wo einst Gold geschürft wurde. Dafür war eine Verkehrsverbindung nach Cairns erforderlich, die heute als Kuranda Scenic Railway dem touristischen Ausflug in die Berge des Regenwaldes dient. Der Ort selbst ist lediglich eine kommerzielle Veranstaltung. Zurück ging es mit dem Skytrail, einer Seilbahn, die hin und wieder sehr hoch über den Bäumen schwebt. Bilder vom Ausflug gibt es hier zu sehen.

Die Great Barrier Reefs zu sehen, wird mit Ausflügen zu Fitzroy Island und Green Island versprochen. Vor Fitzroy Island war das Glasbodenboot so schmutzig, dass unter Wasser kaum etwas zu sehen und schon gar nichts zu fotografieren war, weshalb hier davon nichts zu sehen ist, aber doch auch Interessantes.

Das war mit dem Boot vor Green Island ein bisschen anders, wie hier zu sehen ist.

Allerdings sieht es im Great Barrier Reef, wenn dem Aquarium zu glauben ist, in dem ich war, ein bisschen sehr anders aus, nämlich wie hier.

Aber auch von Green Island selbst gibt es ein paar nette Fotos hier zu sehen.

Das Vorurteil, in Cairns selbst gebe es weder etwas zu sehen noch zu fotografieren, das durch die Touristeninformation in unserem Hotel genährt wurde, durfte und musste ich revidieren. Nach zwei Insel-Tagen haben Spaziergänge durch Cairns und drumherum doch noch Sehenswertes ergeben, das die Touristeninformation eigentlich auch kennen müsste und das hier zu betrachten ist.

Nach der Rückkehr aus Cairns nach Melbourne lag die Temperatur bei 40 Grad Celsius, deshalb war ein Ruhetag sinnvoll. Es folgten zwei Tage im Melbourne Park bei den Australian Open mit interessanten Spielen. „Legends“ genannte Ex-Tennisgrößen spielten den Ball durch die Beine und hinter dem Rücken und zeigten, wie sehenswert es sein kann, wenn sich gute Tennisspieler den Ball mit hohem Tempo zuspielen – vor allem beim Volley. Sie hatten noch andere Scherze auf Lager, aber auf diesen Bildern sind auch ernsthafte Gegner zu sehen.

Zur Erinnerung: Weitere Bilder von unserem Australien-Aufenthalt sind in einem facebook-account zu sehen.

Unsere nächste Station: Sydney. Der erste Eindruck ist, dass das Stadtbild von Häusern in den verschiedensten Beige- und Brauntönen bestimmt wird. Der zweite ist, dass Sydney einen erschlägt. Die zahlreichen Wolkenkratzer stehen so eng zusammen, dass es so gut wie unmöglich ist, sie frontal zu fotografieren.

Kein Eindruck, sondern eine Erfahrung: Ich habe die Auswirkungen der Hitze auf mein Befinden unterschätzt. In Sydney scheint es zudem schwüler zu sein als in Melbourne. Aber – ich hoffe, dass Brigitte und Klaus, unser(e) Gastgeber(in) in Melbourne, mir das nicht übelnehmen – Sydney ist eine beeindruckende Stadt, in der ich, vor allem abends, so viele Taxen gesehen habe wie nie zuvor anderswo.

Das beweisen auch die Bilder der und von der Sydney Harbour Bridge.

Die Opera ist ebenso sehenswert. Dort wird abends zweimal eine filmische Lichtschau auf Segel des Gebäudes projiziert, die hier in Bildern wiedergegeben wird.

Schließlich wohnt in Sydney ein Bruder des Dortmunder Florian, der Sydney Tower, der in einem Einkaufszentrum steht, so das er aus der Nähe nicht zu fotografieren ist. Die Fotos von hoch oben bieten einen Rundumblick vom Tower auf Sydney und mehr. Denn die Behauptung, im Tower gebe es den höchsten Briefkasten der südlichen Hemisphäre, wird in Melbourne bestritten: "Der Sydney-Briefkasten war warscheinlich der höchste in Australien mit 268 Metern, als der Turm 1981 fertiggestellt wurde. Seit 2006 hat der Eureka-Tower im 88. Stock mit 285 Metern den höchsten. Das haben die in Sydney vielleicht noch nicht gehört, weil die immer ein bisschen zurück sind." Wesentlich schneller ist der Aufzug in Melbourne mit neun Metern pro Sekunde auf jeden Fall.

Was nicht in eine der anderen Bildergalerien gepasst hat, wird hier präsentiert. Im Royal Botanic Garden ist mir die Kamera hingefallen. so dass ich dort nur wenige Aufnahmen machen konnte. Schade um die Vielfalt der tropischen Gewächse, aber für einen erneuten Besuch fehlte vielleicht die Zeit, vor allem jedoch die Energie. Es gibt auch etwas zu den Preisen, die in diesem Land nicht von Pappe sind, und zu den Australia-Day-Feierlichkeiten. Am 26. Januar landeten vor 230 Jahren die ersten, na ja, Siedler aus Großbritannien im neuen Land. Nicht ganz freiwillig, sie waren Gefängnisinsassen. Er gilt als Gründungs- oder auch Geburtstag Australiens.

Auch in Australien gibt es Obdachlose und Bettler, allerdings nach meiner Wahrnehmung nicht sehr viele. Mit Graffiti/Tags sind wir, zumindest in Dortmund, wesentlich reicher gesegnet. Recyling steht an jedem zweiten Abfallbehälter, aber getrennt wird nichts. Auch Glasflaschen, für die es kaum irgendwo ein Pfandsystem gibt, landen darin. Aber das nur am Rande. Zum Abschied von Sydney haben wir eine Fahrt mit der Fähre unternommen und so eine andere Perspektive auf die Stadt bekommen. In der folgenden Bildergalerie sind entsprechende Bilder ebenso zu sehen wie einige von unserer Fahrt nach Canberra. In einem kleinen Film wird schöner gezeigt, was in der Galerie lediglich als Bild zu sehen ist.


Unsereiner achtet nicht sonderlich gut darauf, aber schon in Athen ist mir aufgefallen, was in Australien in den Großstädten ebenfalls praktiziert wird, nämlich eine enorme Rücksicht auf Menschen, die schlecht oder nicht sehen können. Markierungen auf den Straßen allüberall und jede Ampel gibt Töne von sich, um Rot oder Grün zu signalisieren. Zwar sind die Ampeln nicht gerade freundlich für Menschen zu Fuß, aber diese können sich vor Autos erfreulich sicher fühlen, und zwar nicht nur an Zebrastreifen.

Canberra ist zur Hauptstadt Australiens geworden, um der Konkurrenz zwischen Melbourne und Sydney auszuweichen. Im Gegensatz zu Melbourne, in dem eher auf den rechten Winkel gesetzt wurde, gibt es im Stadtbild von Canberra rund um Capital Hill, wo das Parlamentsgebäude steht,mehrere große Kreise und kurvige Straßen. Wir konnten uns mit Aborigines unterhalten, die sich in einer seit über 40 Jahren andauernden Demonstration vor dem ehemaligen Parlamentsgebäude für ihre Rechte und ihr Land engagieren. Unsere Fahrt brachte uns bis nach Eden, wo der Garten leider ausgebucht war, so dass wir nicht mitteilen können, wie es dort war bzw. irgendwann einmal wieder sein wird. Die in Melbourne ausgelassene Achterbahnfahrt haben wir mit dem Auto nachgeholt, was filmisch hier und hier nachvollzogen werden kann. Tiere sind in der nachfolgenden Galerie ebenfalls zu bestaunen. Dem toten Wombat, der am Straßenrand alle Viere von sich gestreckt hat, haben wir seine Ruhe gelassen. Nur nebenbei: Wir haben zwei Buchten namens „Quarantäne“ und „Desaster“ passiert.

Der 30. Januar begann bedeckt mit einer angenehmen Temperatur unter 25 Grad Celsius, entwickelte sich aber zu einem quasi europäischen Herbsttag. Es wurde stürm- und regnerisch und die Temperatur sank bis auf 13 Grad Celsius. Mal ein Tag ohne Hut und mit Jacke. Wir landeten in einem Bed & Breakfast namens Platypus Ponds, aber leider haben sich Platypus, Känguru und Wombat, die dort siedeln, nicht gezeigt. Ein bisschen merkwürdig ist es schon, in Höhenlagen ein Verkehrsschild zu sehen, das vor Schleudergefahr „when frosty“ warnt. Dass es einen „Snowy River“ gibt, wo es „frosty“ sein kann, verwundert dann kaum. Ein Schild „Cemetery ahead“ soll möglicherweise Geister auf der Straße schützen. Es wurde am Tag nach der Kälte stürmisch, wir haben ein kleines Drama erlebt, an Koalas, Kängurus, anderen Tieren, aber auch ein bisschen Sport war kein Mangel und letztlich ist uns die Mondfinsternis nicht verborgen geblieben, bevor wir wieder Melbourne erreicht haben, um von dort zur Great Ocean Road aufzubrechen.

Nach wie vor sind weitere interessante Bilder in einem facebook-account zu sehen.

Die Great Ocean Road, gut 240 Kilometer lang, wurde von erwerbslosen Soldaten, die aus dem Ersten Weltkrieg zurückkamen, gebaut. Diese Arbeitsbeschaffungsmaßnahme erwies sich für die Ferienorte an der Südküste Victorias als sehr einträglich. Es ist kaum übertrieben, von einer Straße der „Lookouts“ zu sprechen. Immer wieder wird ein Blick auf das Meer, sowieso, Sandstrand, hin und wieder, und vor allem große Steine, also Felsen in verschiedensten Formationen, angepriesen. Das alles haben wir uns angesehen, aber wir hatten auch überraschende Unterkünfte und weitere nette Erlebnisse, vor allem bei der Fahrt dorthin eine nette Begleitung. Die nächste Station :Tasmanien.

Das Klima in Tasmanien ist etwas milder als im Mainland, allerdings gibt es auch dort heiße Tage, von denen wir zwei erlebt haben. Nachfolgend Fotos unserer Reise von Hobart nach Strahan (Australisch „Stron“ mit einem „o“ wie in „fault“), bei der wir durch Queenstown gekommen sind. Diese Stadt ist einerseits stolz auf die Kupfergewinnung, die dort stattgefunden hat und in einer Mine noch stattfindet. Andererseits macht sie keinen Hehl daraus, welchen Schaden die Abholzung der Wälder und die Einleitung des Kupferabraums in die Gewässer angerichtet haben. Es soll 900 Jahre dauern, bis sich die Natur davon erholt hat.

In einer weiteren Galerie sind insbesondere Fotos von verschiedenen Küstenabschnitten zu sehen, an die wir, wie schon an der Great Ocean Road, mit dem Hinweis „Lookout“ quasi geloockt worden sind.

Zum Straßenverkehr: Ampeln stehen nicht nur vor einer Kreuzung, sondern auch dahinter, was recht angenehm ist. Noch angenehmer ist, dass kommende Geschwindigkeitsbeschränkungen frühzeitig angekündigt werden. Nachdem wir auf der Fahrt von Sydney nach Melbourne eher selten ein totes Tier auf der Straße gesehen haben, waren wir einigermaßen verwundert, dass wir in Tasmanien recht häufig damit konfrontiert waren. Wie es heißt, werden allein tausende Tasmanian Devils überfahren, die sich auf der Straße an einem anderen toten Tier sättigen wollen.

In Australien gibt es weder so etwas wie Litfaßsäulen noch Plakatwände. Geworben wird vor allem an Fernstraßen auf Privatgrundstücken für Unterkünfte (auch mit Straßenschildern) und Restaurants. In Tasmanien war Wahlkampf, auch der wurde nur mit Plakaten auf Privatgrund geführt. Auf einem Transparent für die Liberalen stand sinngemäß: „May Labour and Greens think you art stupid...“ Für Letztere war nirgends ein Transparent zu sehen, lediglich im Hafen von Hobart ein Wahlkampfbüro.

Mit Brot haben sie es in Australien nicht so. Es gibt viele Sorten, aber alle sind für unseren Geschmack, sorry, weich und pappig. Von Brotkruste keine Spur. Apropos Essen: Es gibt Kängurufleisch, aber Emufleisch kommt anscheinend nirgends auf den (Laden-)Tisch. Warum es das in Deutschland gibt…

Kirchen gibt es sehr viele, und zwar für alle möglichen Religionen und (Quasi-)Sekten, aber dem Vernehmen nach sinkt auch in Australien die Zahl derer, die diese besuchen.

Wie schon die Kuranda Scenic Railway ist auch die West Coast Wilderness Railway eine Touristenangelegenheit, aber beide haben ihre Geschichte. Die West Coast... wurde gebaut, weil in den Bergen Goldvorkommen vermutet wurden. Eine vergebliche Hoffnung, deren Enttäuschung durch die Entdeckung von Kupfervorkommen gemildert wurde. In dieser Galerie sind Fotos unserer vierstündigen Reise mit dem West Coast... zu sehen.

Port Arthur in der Nähe von Hobart hat zwar ein Ortseingangsschild, ist tatsächlich aber ausschließlich das Museum einer heute zugestandenen brutalen Unterbringung von Gefangenen. Mit der Eintritts- gibt es eine Spielkarte, um vom Schicksal eines bestimmten Gefangenen zu lesen. „Meiner“ hatte eine Tischdecke und Löffel geklaut. Die Strafe: sieben Jahre in Port Arthur. Ich hatte den Eindruck, es werde mit dem schlechten Gewissen ein Geschäft gemacht. Hier einige Fotos der größtenteils verfallenen Gebäude.

Bonorong, ein Aborigines-Begriff, in Brighton/Tasmanien war ein Zoo und ist zu einem Tierasyl umgewandelt worden. Verletzte Tiere oder Tiere, deren Eltern tot sind, werden aufgenommen, gepflegt und ausgewildert, wenn es möglich ist. Wenn nicht, erhalten sie lebenslanges Asyl.

MONA heißt MUSEUM OF OLD AND NEW ART, es liegt bei Hobart und wird mit einer flotten Fähre angefahren. Auch das Außengelände ist interessant. Entstanden ist das Museum, weil jemand Geld gewonnen hat und meinte, dies kulturell investieren zu sollen. Aber niemand wollte sein Museum besuchen, woraufhin er beschlossen hat, es zu erweitern. Eine Entscheidung mit positiven Folgen.

Ein Resümee nach einer so langen Reise fällt nicht ganz leicht. Im Grunde haben wir nicht Australien bereist, sondern kleine Teile von Victoria, Queensland, New South Wales und Tasmania. Der weiteste Abstecher ins Inland war der nach Canberra. Von den anderen Landesteilen, dem Outback und damit auch dem vielbesuchten Ayers Rock haben wir nichts gesehen. Zunächst wollten wir nach Neuseeland, aber die Zeit reichte für ein so großes Land nicht, weshalb wir nach Tasmanien geflogen sind, das als kleines Neuseeland gilt.

Es ist möglicherweise ebenso unzulässig wie sinnlos, Eigenschaften und Verhaltensweisen der Einwohner(innen) eines Landstrichs oder gar eines Landes pauschal zu beschreiben. Aber ich fand die Freundlichkeit, mit der uns in Australien begegnet wurde, einigermaßen auffällig. Die meisten Menschen, die ich einfach so angesehen habe, weil der Mensch irgendwo hinsehen muss, haben gelächelt und mit dem Kopf genickt. Und wenn ich jemand unabsichtlich angerempelt habe, hörte ich meist, bevor ich das sagen konnte, ein „Sorry“. Nach meiner Erfahrung in Deutschland nicht ganz selbstverständlich und alltäglich. Und zwar nicht deshalb weil „Sorry“ ein Fremdwort ist.

Zuletzt, aber nicht zumindest hier eine kurze Galerie als Dank an unsere(n) mehr als freundliche(n) und großzügige(n) Gastgeber(in), die uns mehrfach während unseres Aufenthalts in Melbourne aufgenommen haben.

Die nächste und letzte Station vor der Landung am Mittwoch, 14.02.2018 gegen 06.00 Uhr MEZ in Düsseldorf: Peking.

Der Abschied aus Melbourne hat mich noch einmal daran erinnert, dass wir in dem größeren Teil eines Kontinents waren. Der hat allerdings lediglich, wie mir gesagt wurde, 26 Millionen Einwohner, das Land 22 Millionen. Wir waren also schon mit Melbourne und Sydney in zwei Städten, in denen fast die Hälfte von Australien als Land wohnt. Mit Cairns, Canberra sowie Hobart und anderen, wesentlich kleineren Städten Tasmaniens sicher auch in Städten, in denen die Hälfte der Einwohner des Kontinents wohnt.

Bei der Ankunft wirkte er nicht so, aber beim Abflug hatte ich den Eindruck, der Flughafen Melbourne sei eher eine Mall mit allen möglichen „Markengeschäften“.

Wir haben den Flughafen Peking gut geschützt gegen Kälte verlassen. Aber das Wetter hat es ausgesprochen gut mit uns gemeint. Die Sonne hat so prächtig geschienen, dass manche Abschnitte der Chinesischen Mauer nicht zu fotografieren waren. Die Fotos von dort zeigen ein eindrucksvolles, nein monumentales Werk, an dem über Jahrhunderte gebaut wurde. Es bot aber wohl kaum Schutz, weil bei seiner Vollendung die Waffen, gegen die sie schützen sollte, längst nicht mehr im Gebrauch waren. Es ist erstaunlich welche Steigungen und Gefälle die Erbauer geschaffen haben, die sie bei der Arbeit bewältigen mussten. Hinauf geht es mit einem offenen Lift wie für Skifahrten, abwärts mit einer aus Kassel stammenden Sommerrodelbahn, die nur von bis zu 59-Jährigen befahren werden darf. Auf den entsprechenden Hinweis eines Einlasswärters haben wir, obwohl vorher anders gesagt, mein Alter um 10 Jahre reduziert. Der Herr war freundlich, hätte aber dafür gerne ein Trinkgeld gehabt und bat um „Tip“. Robert hat den vergessen, ich hatte kein Geld und ein warmer Händedruck hat gereicht. Es ging mit hohem Tempo abwärts. Hier filmt ein junger Mann 21 Sekunden lang, was sich während der Fahrt vor ihm abspielt, und hier filmt er 4 Sekunden lang meine Ankunft im Tag.

Der Gang vom Taxi zur Chinesischen Mauer verschaffte uns einen ersten Eindruck von dem, was „Kommerzialisierung“ heißt und mit „Verwestlichung“ sicher auch nicht ganz falsch beschrieben ist. Doch was ist zu erwarten, wenn in China alles Mögliche für den Westen produziert wird?

Garküchen sind, wie zu lesen war, den Regierenden ein Dorn im Auge. Viele sind und werden abgerissen. Die Garküchenstraße, die wir in Peking besucht haben, gehört ganz sicher nicht dazu. Dort lassen sich schon aus Platzgründen nicht die Bauten hinstellen, denen andere Garküchen weichen müssen. Um zu beschreiben, welchen Eindruck ich von der Straße hatte, bleibt mir nur zu gestehen, dass ich kaum etwas von den Angeboten in die Hand nehmen, geschweige denn essen würde. Die Fotos vermitteln möglicherweise diesen Eindruck. Aber es gibt bekanntlich viele Geschmäcker.

Was habe ich in und von Peking erwartet? Ich hatte keinerlei Vorstellung davon. Okay, dass der Flughafen in Peking riesig, möglicherweise der größte der Erde ist, hatten wir schon beim ersten Besuch gesehen. Aber was mich überrascht und fast fassungslos gemacht hat, war die Kommerzialisierung, die wir in der City erlebt haben. Wir waren in einer Mall, in die die Dortmunder Thier-Galerie mehrfach passen würde. Und dort machte ein Restaurant mit Michelin-Stern für sich Werbung mit einem Zitat aus der New York Times: 10 Best Restaurants in the world.

Die Haupteinkaufsstraße Pekings strotzt vor einer Masse an Werbung, mit der ich nicht gerechnet hatte. Dort sind Geschäfte mit allem vertreten, was als „Markenware“ gilt und „Rang und Namen“ hat. Insofern ist der Eindruck nicht verwunderlich, dass die Menschen „europäisch“ gekleidet und frisiert sind.

Was in Deutschland und Australien schon nicht zu übersehen war und ist, durfte ich in Peking auch erleben: Ich bin ein hoffnungsloser Fall, was die Digitalisierung auf der Straße und in der U-Bahn angeht. Ich schätze, dass 80 Prozent der Bevölkerung quasi ständig damit hantiert haben.

Die U-Bahn ist ein fröhliches Tummelfeld für die Werbebranche. Die Gänge und die Bahnhöfe sind voll damit. Und nicht nur das: Wer in der U-Bahn sitzt, wird auf einer Seite mit Werbung traktiert, die mit einem Beamer an die Wand des Tunnels geworfen wird.

Nicht verschweigen möchte ich, was ich selbstverständlich nicht fotografiert, aber gesehen habe: Bettler, die „ungeniert“, wie es hierzulande heißen würde, in Mülltonnen nach Essen gesucht haben, zum Beispiel in der Garküchenstraße.

In Peking und Umgebung gibt es eine Menge von angelegten „Wäldern“ mit Bäumen jeder Größe. Möglicherweise soll daraus Nutzholz werden, aber vielleicht denken die Regierenden auch, dass diese zur Luftverbesserung beitragen können. Im Winter tun sie das ganz sicher nicht, weshalb häufig von Smog zu lesen ist und von Atemmaske tragenden Menschen. Wir haben relativ wenige davon gesehen, was einen schlichten Grund haben dürfte: Uns wurde gesagt, dass die Kohlekraftwerke abgeschaltet wurden, um die Luftqualität zu halten oder zu verbessern. Der auf den Fotos zu sehende weiße Anstrich im unteren Bereich soll, wie bei Straßenbäumen auch anderswo üblich, gegen Risse und andere Schäden schützen.

Der Straßenverkehr ist in Peking völlig anders als in Deutschland. Es gibt nicht mehr so viele Radfahrer(innen) wie früher, obwohl sehr viele Leihräder zu sehen waren. Wohl alle motorisierten Zweiräder fahren mit Elektroantrieb. Ferner ebenfalls Kleinwagen, die höchstens so groß sind wie der „Ape“ von Piaggio. Manche sind wesentlich kleiner.

Nicht zu übersehen war das Sorgen für Sicherheit überall, beim Betreten und Verlassen der U-Bahn wie auf der Straße: Security, Polizisten, Soldaten. Dieses Sichern hat ganz sicher auch etwas mit Überwachen zu tun. Denn wenn irgendwo gesichert wird, stehen mindestens zwei „Sicherheitskräfte“ bereit, an den politischen Plätzen noch viel mehr, was den Eindruck erwecken kann, dass diese auch gegenseitig auf sich aufpassen. Allerdings könnte das zahlreiche Personal, wie auch bei der Reinigung der Straßen und Plätze, etwas mit Arbeitsbeschaffung zu tun haben.

Möchte/würde ich Peking/China noch einmal besuchen? Mal abgesehen von der damit verbundenen anstrengenden Flugreise: Möglicherweise oder wahrscheinlich bin ich zu wenig informiert, aber meine Begeisterung über unseren Besuch hält sich, vielleicht abgesehen von der beeindruckenden Chinesischen Mauer doch in Grenzen. Aber Australien ist ganz sicher die anstrengende Reise wert. (Allerdings empfehle ich, die Reisevorschriften besser zu beachten als ich. Dass die Einfuhr von Lebensmitteln nicht erlaubt ist, war mir bekannt. Aber dass für das Mitführen von Medikamenten eine entsprechende Bescheinigung eines Arztes sinnvoll ist, wusste ich nicht. Glücklicherweise wurde mein Koffer nicht kontrolliert.) Und vielleicht ist die Zwischenstation dann länger und reicht für einen Besuch auch anderer Teile Chinas. Ein Verlassen des Flughafens ist ohne Visum für bis zu 144 Stunden möglich.

In diesem Sinne: Tschüss und...

Der schon erwähnte facebook-account ist auch vollständig.